| Die Innenverteidiger im Fußball werden immer wichtiger |
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| Geschrieben von Jan-Hendrik Kummert | |
Früher galt der Innenverteidiger als Abräumer, als Diener des Liberos, als ein Spieler, der gerne vom eigenen Torwart zum Trottel gemacht wird, der höchstens bis zur Mittellinie marschieren darf.Im modernen Fußball ist der Innenverteidiger ein Spielmacher.In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist ein sehr interessanter Artikel von Michael Wittershagen erschienen mit dem Titel "Fußball-Innenverteidiger - Vom Mitläufer zum Spielentscheider ". Dabei hebt der Autor den Gladbacher Innenverteidiger Roel Brouwers hervor, der mit 5 Toren in der Vorrunde die meisten Treffer seiner Kollegen erzielt hat - eben als Verteidiger. Dabei steht Brouwers für einen Trend, der sich im Profifußball immer mehr abzeichnet: es gibt immer weniger Spielmacher. Typen wie Günther Netzer, Overath oder Platini sind fast ausgestorben. Zudem wird das Fußball-Spiel ansich immer schneller und athletischer. Dadurch sind auch die Verteidiger gezwungen, den Ball voranzutreiben und das Spiel zu öffnen und zudem auch den Weg zum Tor zu suchen.
Ein weiteres Beispiel für den Trend ist Daniel van Buyten. Der gelernte Stürmer, extrem kopfballstarke Abwehrspieler des FC Bayern hat bislang 4 Tore erzielt. Bereits beim HSV hatte er Stürmerqualitäten bewiesen und zeigte, was ein moderner Verteidiger in der heutigen Zeit beherrschen muss. Auch Jerome Boateng (Hamburger Sport-Verein), Serdar Tasci (VfB Stuttgart), Cesc Fabregas (Arsenal London), Maik Franz (Karlsruher SC) und Per Mertesacker von Werder Bremen stehen für die neue Generation der modernen Abwehrspieler, die auch Schnelligkeit und eine gute Technik auszeichnet. Am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga schossen übrigens 7 von 33 Toren reine Abwehrspieler. Dies unterstreicht den Trend. Ein sehr interessanter Artikel der FAZ, der auch die Trainingslehre/Trainingswissenschaft im Fußball beeinflussen kann.
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Letztes Update: 20-06-2010 21:36
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