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Die olympischen Winterspiele in Vancouver standen unter einem schlechten Vorzeichen. Der Unfall des Georgiers Nodar Kumaritaschwili hat die Sportwelt erschüttert und die Freude auf die bevorstehenden, sportlichen Wettkämpfe musste aufgrund der Trauer über den Tod des Rodlers weichen.
Es wurde erhebliche Kritik am ioc, an den Veranstaltern der Spiele und an den Funktionären laut, da die Rennstrecken, sei es beim Rodeln, auf der Bob-Bahn oder bei der Ski-Alpin Abfahrt, zu gewagt, zu schnell und zu riskant sind.
Die Frage ist aber, ob dies der Wahrheit entspricht. Olympische Spiele
sind für Sportler das sportliche Ereignis überhaupt. Nur alle vier Jahre
kann man diesen Wettkämpfen beiwohnen, die nötige Qualifikation
vorausgesetzt. Und, na klar, hier will der Sportler alles geben,
riskiert mehr und folglich kommt es auch vermehrt zu spektakulären
Unfällen.
Es ist (leider) so, dass die olympischen Spiele für das Motto „altius,
citius, fortius“ (höher, schneller, weiter) stehen.
Aber um welchen Preis? Und wo sind die Grenzen?
Das IOC muss seine Athleten schützen. Die besten Sportler können auch
bei weniger riskanten Manövern ermittelt werden. D.h. die Bedingungen
müssen entschärft werden, ohne dass der sportliche Reiz und die
spektakuläre Show für die Zuschauer darunter leidet.
Von dieser Kritik und dem
schlimmen Unfall abgesehen, sind die Winterspiele 2010 in Vancouver eine
wunderbare Veranstaltung.
Die Reporter und Zuschauer vor Ort sind begeistert von den sympathischen
Gastgebern, die ihr Bestes geben, damit die Spiele für Athleten, den
Fans, die Presse und den daheimgebliebenen Zuschauern vor dem Fernseher
ein Sport-Fest für ALLE werden. Und das ist, soweit kann man dies bis
zur "Halbzeit" der Spiele sagen, mehr als gelungen.
Der erhoffte Medaillenregen ist eingetreten. Deutschland liegt knapp
hinter den USA mit 6 Goldmedaillen, die USA hat eine Goldene mehr in
petto. Aber es sind zum Glück keine Vonncouver-Spiele (Lindsay Vonn ist
Abfahrtssiegerin geworden), es sind auch keine Neuner-Spiele (Magdalena
Neuner verzichtet nach 3 gewonnenen Medaillen, 2xGold, 1x Silber) auf
eine Teilnahme im Mannschafts-Wettkampf und auch keine "Riesch-Games".
Vielmehr sind es die Athleten insgesamt, die für ein friedliches und
stimmungsvolls Sport-Fest sorgen. Sei es der Jamaikaner im Ski-Cross,
der Äthiopier im Langlauf oder der Südafrikaner im Skispringen. Das ist
der Aspekt, was Olympia auszeichnet.
Hoffen wir auf eine schöne 2. Halbzeit der olympischen Winterspiele
2010. Die Vorzeichen stehen gut. Und bitte nicht nur nach dem
Medaillenspiegel schauen ;-)
Update: Es war auch eine wunderbare 2
Woche. Neben vielen sportlichen Höchstleistungen (im Medaillenspiegel
konnte sich der Gastgeber vor Deutschland und den USA durchsetzen) haben
wir Kanada von seiner schönsten Winterseite kennengelernt.
Die Gewinner sind neben den kanadischen Menschen und dem Sport auch die
Anti-Doping-Kampagnen im Spitzensport.
Freuen wir uns 2014 auf Sotschi (Krasnaja Poljana) , dem
russischen Austragungsort der nächsten olympischen Winterspiele und hoffen wir, dass
es keine von der Politik zerrissenen Spiele werden!
Empfehle den Artikel Deinen Freunden... Letztes Update: 24-03-2010 13:28
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