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Resumee nach einer Woche olympischer Winterspiele Bericht als PDF-Datei anzeigen Diesen Bericht drucken
Geschrieben von Jan-Hendrik Kummert   
 
am 22-02-2010 20:46

vancouver 2010_olympia.jpgDie olympischen Winterspiele in Vancouver standen unter einem schlechten Vorzeichen. Der Unfall des Georgiers Nodar Kumaritaschwili hat die Sportwelt erschüttert und die Freude auf die bevorstehenden, sportlichen Wettkämpfe musste aufgrund der Trauer über den Tod des Rodlers weichen.

Es wurde erhebliche Kritik am ioc, an den Veranstaltern der Spiele und an den Funktionären laut, da die Rennstrecken, sei es beim Rodeln, auf der Bob-Bahn oder bei der Ski-Alpin Abfahrt, zu gewagt, zu schnell und zu riskant sind.

Die Frage ist aber, ob dies der Wahrheit entspricht. Olympische Spiele sind für Sportler das sportliche Ereignis überhaupt. Nur alle vier Jahre kann man diesen Wettkämpfen beiwohnen, die nötige Qualifikation vorausgesetzt. Und, na klar, hier will der Sportler alles geben, riskiert mehr und folglich kommt es auch vermehrt zu spektakulären Unfällen.

Es ist (leider) so, dass die olympischen Spiele für das Motto „altius, citius, fortius“ (höher, schneller, weiter) stehen.

Aber um welchen Preis? Und wo sind die Grenzen?

Das IOC muss seine Athleten schützen. Die besten Sportler können auch bei weniger riskanten Manövern ermittelt werden. D.h. die Bedingungen müssen entschärft werden, ohne dass der sportliche Reiz und die spektakuläre Show für die Zuschauer darunter leidet.

Von dieser Kritik und dem schlimmen Unfall abgesehen, sind die Winterspiele 2010 in Vancouver eine wunderbare Veranstaltung. olympia-olympiade_olympische spiele.jpg

Die Reporter und Zuschauer vor Ort sind begeistert von den sympathischen Gastgebern, die ihr Bestes geben, damit die Spiele für Athleten, den Fans, die Presse und den daheimgebliebenen Zuschauern vor dem Fernseher ein Sport-Fest für ALLE werden. Und das ist, soweit kann man dies bis zur "Halbzeit" der Spiele sagen, mehr als gelungen.

Der erhoffte Medaillenregen ist eingetreten. Deutschland liegt knapp hinter den USA mit 6 Goldmedaillen, die USA hat eine Goldene mehr in petto. Aber es sind zum Glück keine Vonncouver-Spiele (Lindsay Vonn ist Abfahrtssiegerin geworden), es sind auch keine Neuner-Spiele (Magdalena Neuner verzichtet nach 3 gewonnenen Medaillen, 2xGold, 1x Silber) auf eine Teilnahme im Mannschafts-Wettkampf und auch keine "Riesch-Games". Vielmehr sind es die Athleten insgesamt, die für ein friedliches und stimmungsvolls Sport-Fest sorgen. Sei es der Jamaikaner im Ski-Cross, der Äthiopier im Langlauf oder der Südafrikaner im Skispringen. Das ist der Aspekt, was Olympia auszeichnet. 


Hoffen wir auf eine schöne 2. Halbzeit der olympischen Winterspiele 2010. Die Vorzeichen stehen gut. Und bitte nicht nur nach dem Medaillenspiegel schauen ;-)

Update: Es war auch eine wunderbare 2 Woche. Neben vielen sportlichen Höchstleistungen (im Medaillenspiegel konnte sich der Gastgeber vor Deutschland und den USA durchsetzen) haben wir Kanada von seiner schönsten Winterseite kennengelernt. 

Die Gewinner sind neben den kanadischen Menschen und dem Sport auch die Anti-Doping-Kampagnen im Spitzensport.

Freuen wir uns 2014 auf Sotschi (Krasnaja Poljana) , dem russischen Austragungsort der nächsten olympischen Winterspiele und hoffen wir, dass es keine von der Politik zerrissenen Spiele werden!

Letztes Update: 24-03-2010 14:28

Veröffentlicht in : Olympia, Olympische Winterspiele Vancouver

Benutzerkommentare (1) RSS feed Kommentar
Geschrieben von Eisbären Berlin, am 20-03-2010 14:58, , Registriert
1. Es waren tolle Winterspiele!
Die olympischen winterspiele in Vancouver waren toll. Nicht nur, weil Deutschland so viele Medaillen geholt holt. Einfach weil die Atmosphäre schön war. Das Kanada Erster vor uns im Medaillenspiegel geworden ist, finde ich auch voll in Ordnung. Mit Magda Neuner haben wir eh die attraktivste Athletin ;-)
 
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