| Fazit - Die Fußball-WM 2010 in Südafrika - So war´s |
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| Geschrieben von Jan-Hendrik Kummert | |
Was lernen wir und was bleibt uns haften von der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika?Es ist nicht einmal eine Woche her, seitdem die WM offiziell als beendet erklärt worden ist. Bereits jetzt trainieren die Bundesliga-Vereine für die neue Saison 2010/2011. Es gibt einige Sportjournalisten, die bereits jetzt die WM ausgeklammert haben und sich den neuen Aufgaben widmen und sich, natürlich auch berechtigt, auf die neue Fußball-Saison vorbereiten.Mir geht das alles zu schnell und man sollte sich die Frage stellen, was uns (aus deutscher Sicht) die WM gebracht hat und wie die Weichen für die Zukunft zu stellen sind.
Wo steht der deutsche Fussball wirklich?Mit sehr viel Glück und einem schlechten Spiel gegen Ghana haben wir uns in das Achtelfinale der WM gespielt. Nach grossartigem Auftritt im Auftaktspiel gegen Australien und zurecht von der internationalen Presse gefeiert folgte die Niederlage gegen Serbien. Haben sich die Jungs, die tatsächlich extrem jung und die zweitjüngste Mannschaft der WM stellten, zu sicher gefühlt und die Serben nicht ernst genommen? Nein! Die Ballsicherheit und die Technik brachte die deutsche Mannschaft in Verlegenheit und trotz grosser Chancen konnten wir dies letztendlich nicht kompensieren. Wobei auch eindeutig gesagt werden muss, dass die Serben zu schlagen waren, wir nur mit 10 Mann spielen durften (Klose sah Rot) und Lukas Podolski einen Elfmeter vergab. Es war ein Spiel, die die deutsche Nationalmannschaft auf der einen Seite falsch anging (zu locker aufgrund des Australien-Spiels) aber auch in Unterschätzung des Gegners. Serbien ist sehr gut mit Spanien zu vergleichen. Die Ballsicherheit und spielerische Eleganz, das Selbstbewusstsein und der Nationalstolz. Trotzdem waren die Deutschen mindestens ebenbürtig und so musste ein Sieg im dritten Gruppenspiel gegen Ghana her, der mit viel Glück und einer enttäuschenden Vorstellung (u.a. von dem Torschützen Mesut Özil) auch realisiert wurde. Zum zweiten Mal war ich auf der Fanmeile (Heiligengeistfeld Hamburg St.Pauli) und ich war fasziniert von der Stimmung. Trotz dreckigen Klos und Fans, die anscheinend noch nie gegen den Ball getreten haben, war es ein tolles Fest und ich durfte mit Ghanaern (nicht Garnelen ;-)) Freundschaft schliessen. Also: Gruppenphase mit Dusel überstanden. Wie sollte es jetzt weitergehen gegen den grossen Gegner und Favoriten England? Für mich war dieses Spiel das emotionalste und schönste Spiel der WM, vielleicht sogar der gesamten Fußball-Weltmeisterschaft. Unglaublich, wie beide Mannschaften gefightet und um den Sieg gekämpft haben. Das das (zu unrecht gegebene) Wembley-Tor von 1966 nun endgültig ausgeglichen wurde durch das (nicht gegebene) eindeutige Tor von Frank Lampard war nur eines der Höhepunkte, die die Fußball-Geschichte neu schreiben wird. Das Spiel gegen Argentinien war Freude und Euphorie pur. Was die deutsche Mannschaft auch anstellte, ob Messi ausschalten oder die Weltklasse-Stürmer wie Teves oder Higuain und nach vorne Akzente setzen mit Müller, Özil, Podolski und Klose war wunderbar mit anzusehen und der sagenhafte 4:0 Erfolg wird den begnadeten Spieler und Trainer Diego Maradona (der hoffentlich auch Trainer der argentinischen Nationalmannschaft bleiben wird) noch lange im Gedächtnis bleiben. Es folgte im Halbfinale der grosse Favorit auf den Gewinn der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika und Europameister von 2008: SpanienKurz gesagt: Es war verdient, dass die Spanier den Einzug in das Finale gegen Holland geschafft haben. Die Technik, die Ballsicherheit, das Spielverständnis, die Laufwege, das Quentchen schneller am Ball zu sein und das Spiel vorauszusehen, haben letztendlich den Ausschlag gegeben. So sehr ich Deutscher und Trainer beim DFB bin: Die Spanier waren besser und eingespielter. Das gerade Puyol, der Abräumer und Abwehrspieler das Tor gemacht hat, war besonders ärgerlich. Aber die Schule de FC Barcelona ist auch bei diesem "harten Hund" nicht spurlos absolviert worden ;-). Das Spiel um den dritten Platz wurde verdient mit 3:2 gegen Uruguay geworden und die Vormachtstellung des europäischen Fussballs weiter verstärkt. Viele sagen, das Spiel um den dritten Platz sei völlig unwichtig und sollte abgeschafft werden. Ich halte es für sehr wichtig und gibt dem Turnier einen weiteren Reiz. Das kleine Finale ist und bleibt wichtig. Fazit zur deutschen Fussball-Nationalmannschaft:Die deutsche Elf ist jung, hat viele Talente, ist im Umbruch und Aufbau. Namen wie Müller, Özil, Schweinsteiger, Lahm, Neuer oder Khedira lassen die Hoffnung auf den vierten Stern 2014 in Brasilien aufkeimen. Klose, Ballack und Andere gehören der Vergangenheit an. So sehr sie dem deutschen Fußball geholfen haben. Spieler wie Aogo, Hummels oder Badstuber, die kaum oder garnicht während der WM zum Einsatz kamen, drängen in die erste Elf. Es wird spannend und es gibt viel für (hoffentlich) Yogi Löw zu tun. Bislang hat er immer noch nicht gesagt, wie seine Zukunft als Bundestrainer ausschauen wird. Fazit zur Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika insgesamt:Viele Spiele, besonders in der Vorrunde, waren enttäuschend. Besonders die Mitfavoriten Italien, Frankreich und England konnten nicht an die Leistung von vor 4 Jahren bei der WM 2006 anknüpfen. Aber was war mit Afrika? Der Kontinent, in dem die WM statt fand? Lediglich Ghana konnte es bis in das Viertelfinale schaffen. Mannschaften wie der Gastgeger Südafrika, Nigeria oder Kamerun wurden gleich in der Vorrunde eliminiert! Schade, dass tat der Stimmung nicht wirklich gut. A propos Stimmung: Stichwort Vuvuzela! Hmmm, für Viele ist es die Stimmungs-Kanone überhaubt (meistens Afrikaner) aber für Europäer ist dieses "Getöse" doch stark gewöhnungsbedürftig. Mein 4-jähriger Sohn ist begeistert, ich halte dieses Gerät für stimmungstötend. Die Vuvuzela gehört aber zum afrikanischen Fußball. Das sollten ich und die Fans vor dem Fernseher akzeptieren. Jedes Land oder jeder Kontinent hat seine eigenen Rituale. Letztendlich hat Südafrika von der Fußball-WM 2010 grossartig profitiert: Es wurden neue Freundschaften geschlossen, Geschäftspartner werden nun in neue Projekte in Afrika investieren, die Stadien und die Infrastruktur wurden stark verbessert und das Ansehen Südafrikas war noch nie so stark ausgeprägt wie jetzt, auch Dank Nelson Mandela, der bei der Abschlussfeier anwesend war. Freuen wir uns auf 2014, wo die Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien stattfinden wird!
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Letztes Update: 15-10-2010 11:07
| Veröffentlicht in : Fussbal International, Fussball WM 2010 Südafrika |
| Schlüsselworte : wm 2010, südafrika fussball, fussball wm südafrika, die deutschen bei der wm 2010 südafrika, zukunft dfb auswahl 2012, em 2012 polen, EM 2012 Ukraine, quali em 2012 |
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Fakt ist aus deutscher Sicht: Es gab 3 sehr gute, wunderbare Spiele (Australien, England, Argentinien) und ebenso 3 Spiele, die so Einiges an Schwächen aufdeckten, die nicht ohne Weiteres weg zu kaschieren sind (Serbien, Ghana, Spanien).
