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Referat: Grundkurs Schwimmen – Thema: Methodische Reihen: Kraulschwimmen Bericht als PDF-Datei anzeigen Diesen Bericht drucken
Geschrieben von Redaktion sportwissenschaft24.de   
 
am 27-07-2010 13:10

 Referat: Grundkurs Schwimmen – Thema:  Methodische Reihen: Kraulschwimmen

I. Grundsätze für die methodischen Reihen - bevor der Übungsleiter mit dem Schüler den methodischen Weg zu einer Schwimm­technik bestreiten kann, müssen im Stadium der Wassersicherheit verschiedene Lei­stungsvoraussetzungen erfüllt sein:

I1. Entspanntes Gleiten:

Schwimmen = zyklischer Bewegungsablauf
charakteristisch dafür ist der ständige Wechsel zwischen Spannung und Ent­spannung der betroffenen Muskelgruppen
Arbeitsphase: Verkürzung = Verdickung des Muskels / Kapillaren werden zu­
sammengepreßt, die den Muskel mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen und geichzeitig CO iund Schlackenstoffe abtrans­portieren
Entspannungsphase: für kurze Zeitspanne besteht Möglichkeit der Ver- und
Entsorgung

I2. Gleiten und Steuern an und unter der Wasseroberfläche:

Schüler müssen lernen, sich an und unter der Wasseroberfläche zielgerichtet fortzubewegen
für Richtungsänderungen und -korrekturen müssen Kopf, Arme, Beine und Wirbelsäule gezielt eingesetzt werden können

I3. geregelte Atmung:

drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
1. Anhalten der Atemluft
2. Variieren der Auftriebskraft
3. Regelmäßiger Wechsel zwischen Ein- und Ausatmung in der Bewegung

I4. Überwinden des Lidschutzeffektes:

zur Besseren Orientierung unter Wasser und als Schutz gegen Aufprall auf Boden, Wand oder Partner


Schwimm-Artikel gibt es im Schwimm shop

II. Kriterien für den methodischen Weg zu den Schwimmtechniken

1. Vom Einfachen zum Schweren
2. Psychologische Hilfen (Lob, Zuspruch des Lehrers)
3. Festigen der Lernerfolge
4. Trockenübungen schwerer Teilbewegungen an Land (sollte nicht über drei Aspekte hinausgehen: 1. Demonstrieren der neuen Bewegung 2. Bewußtmachen der Be­wegung bei den Schülern 3. Korrektur grober Fehler
5. Gleiten als Ausgangsform jeder Bewegung
6. Vermehrte zyklische Bewegungen erst bei höherem Leistungstand
7. Überschaubare Koordination: beim Zusammensetzen der Teilbewegungen in kleinen Schritten vorangehen
8. Keine Sprints in der frühen Ausbildungsphase (Vermeidung grober Fehler währen der Sprints)
9. Schwimmhilfen
10. Fehlerkorrektur: nur eine Fehler zur Zeit korrigieren; Berücksichtigung des Entwick­lungsstandes und der Eigenarten des Schülers; Sammelkorrektur hat den Vorrang vor der Einzelkorrektur

III. Eine mögliche Methodische Reihe zum Erlernen des Kraulschwimmens:

Diplom- und Magisterarbeiten sowie Hausarbeiten zur Sportwissenschaft gibt es auf der Seite von diplom.de

III1. Kraulbeinschlag:

a. Demonstrieren und Üben der Beinbewegung auf dem Land
b. Stütz im Lehrbecken mit Kraulbeinschlag
c. Eine Hand faßt die Überlaufrinne, die andere stützt den Körper unter der Wasseroberfläche ab
d. Partner zieht den Übenden durch das Wasser mit gleichzeitiger Korrektur
e. Üben des Beinschlages aus dem Gleiten heraus
f. Beinschlag mit Schwimmbrett aus dem Gleiten heraus
g. Abstoßen von der Wand, Gleiten unter Wasser mit Kraulbeinschlag bis zum Auftauchen
h. Auftreibender Beinschlag: Schüler senkrecht im Wasser; hält sich an der Rinne fest; fuhrt Beinschlag so aus, daß durch die Betonung des Abwärts­schlages der Körper langsam in die waagerechte Lage auftreibt
i. Delphinsprünge mit anschließendem Kraulbeinschlag, der wieder an die Ober­fläche führt

III2. Koordination des Beinschlages mit der Atmung:

a. Beinschlag aus dem Gleiten heraus mit Schwimmbrett; die Arme fassen das Brett so, daß zwischen ihnen ins Wasser ausgeatmet werden kann; der Kopf wird zum Atmen nach vorn angehoben
b. Wie a. mit langer Ausatem- und kurzer Einatemphase (Verhältnis 3:1)
c. Koordinierung der Atmung mit dem Sechser-Rhythmus: Ausatmung ver­teilt auf vier Beinschläge, Einatmung verteilt auf zwei
d. Wie c. mit Steigerung der Übung auf längere Strecken
e. Ein Arm liegt auf Schwimmbrett, der andere seitlich am Körper; Gleiten mit Kraulbeinschlag, Einatmen zur freien Seite durch Seitdrehen des Kopfes

III3 .Kraularmbewegung:

Armbewegung Ober Wasser (Schwungphase, Erholungsphase)


Die Arme schwingen nach dem Verlassen des Wassers locker und entspannt vor. Der Ellen­bogen ist der höchste Punkt. Der Unterarm mit der Hand hängt locker herab. Er taucht vorder Schulter ins Wasser ein und wird dann aus der Schulter heraus noch weiter gestreckt. Durch das wechselseitige Herausnehmen der d der Atmung mit dArme entsteht eine leichte Rollbewegung um die Kör- perlängenachse, die die Arbeitsphase begünstigt und die Atmung erleichtert.
Armbewegung unter Wasser (Arbeitsphase)
Hand und Unterarm bewegen sich abwärts, der Ellenbogen und der Oberarm bleiben schein­bar stehen (Zugphase). Dabei erfolgt eine starke Beugung im Ellenbogengelenk, die in Schul­terhöhe den höchsten Beugungsgrad von ca. 90° erreicht. Von hier aus beginnt die Druck-1 phase, die in der völligen Streckung des Armes neben dem Oberschenkel endet

1. Demonstrieren und Üben der Armbewegung an Land.
2. Üben der Ellenbogen-hoch-Stellung an Land: Vorgebeugt, dicht an der Wand stehend, zieht der Schüler den wandnahen Arm durch und schwingt ihn mit dem Ellenbogen als höchstem Punkt wieder vor.
3. Gehen im LehrbeckerTmit Kraularmbewegung.
4. Partnerübung: Ein Schüler schiebt den Übenden an den Fußgelenken durch das Was- ser. Dieser übt die Kraularmbewegung ohne Atmung.    .
5 Abstoß von der Beckenwand oder der Treppe, Üben der Kraularmbewegung aus derr Gleiten mit Puli-Buoy zwischen den Oberschenkeln ohne Atmung.
6. Wie 5., aber ohne Pull-Buoy.

III4. Koordination des Beinschlages uner Armbewegung:

a. Gleiten im Wasser mit Beinschlag; Arm ist vorgestreckt, die Hand stützt sich auf ein Brett; der freie Arm fuhrt die vollständige Bewegung mit Atmung aus (Wechsel der Arme)
b. Wechselseitige Armbewegung: zwei Züge links, zwei rechts
c. Schritte ohne Brett
d. Richtige Gesamtbewegung aus dem Gleiten heraus

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Letztes Update: 27-07-2010 13:49

Veröffentlicht in : Schwimmen, Artikel, Beiträge, Besprechungen - das Schwimmen (Brustschwimmen, Kraulschwimmen, Freistilschwimmen, Rückenschwimmen) aus wissenschaftlicher Sicht

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