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Positionspapier zum Krafttraining im Nachwuchs Leistungssport Bericht als PDF-Datei anzeigen Diesen Bericht drucken
Geschrieben von Redaktion sportwissenschaft24.de   
 
am 14-09-2010 18:15

Positionspapier zum Krafttraining im Nachwuchsleistungssport - Gemeinsames Papier des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp), der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP), der Gesellschaft für orthopädisch‐traumatologische Sportmedizin (GOTS) und der Gesellschaft für pädiatrische Sportmedizin (GPS)

 
VORBEMERKUNG
 

Das Krafttraining mit Kindern und Jugendlichen war lange Zeit, vor allem im deutschsprachigen Raum, umstritten. Insbesondere dessen Wirksamkeit und mögliche gesundheitliche Risiken gaben und geben noch immer vielfältigeAnlässe für Diskussionen. Zudem ist in Deutschland das Thema Krafttraining mit Heranwachsenden und speziell dasKrafttraining  im  Nachwuchsleistungssport  auch  von wissenschaftlicher Seite bislang nur randständig bearbeitetworden. Fundiertes  Wissen aus dem vorzugsweise  angloamerikanischen Raum über zahlreiche positive Effekte eines Krafttrainings mit Heranwachsenden ging nicht in nationale Wissensbestände über. Während sich international  ahlreiche medizinische und sportwissenschaftlich orientierte Standesorganisationen zu gesundheitsrelevanten und trainingspraktischen Fragen positioniert  haben, fehlen vergleichbare Aussagen aus dem deutschsprachigen  Raum. Demzufolge konnten sich lange sehr unterschiedliche, teilweise veraltete oder falschverstandene Vorstellungen über das Krafttraining mit Kindern und Jugendlichen halten. Inzwischen jedoch wird auch in Deutschland die Legitimation eines frühzeitig begonnenen Krafttrainings in keinerWeise, weder aus den Reihen der Praxis noch aus denen der Wissenschaft, mehr angezweifelt. Entsprechend groß ist mittlerweile der Wunsch der Sportpraxis nach wissenschaftlicher Unterstützung und Absicherung des eigenen Handelns!!!

Aufgabe  des  Bundesinstituts  für  Sportwissenschaft  (BISp)  ist  es,  an  der  Schnittstelle  zwischen  Wissenschaft und Sportpraxis  wissenschaftlichen  Unterstützungsbedarf  des  Spitzensports  zu  identifizieren  sowie  darauf  aufbauend notwendige Forschungs‐ und Transfermaßnahmen zu initiieren und zu koordinieren. Aus dieser Legitimation heraus hat das BISp angesichts des gegebenen Handlungs‐und Aufklärungsbedarfs in Sport und Wissenschaft im Jahr 2006 beschlossen,  einen  Schwerpunkt  seiner  trainingswissenschaftlichen  Unterstützungsarbeit  im  Krafttraining  im Nachwuchsleistungssport zu legen. Seitdem wird dieses Themenfeld systematisch und mit langfristiger Perspektive begleitet, um für die Sportpraxis verlässliches, fundiertes Wissen und damit Handlungssicherheit bereit zu stellen.

Hierzu sind auch die Forschungsdefizite zu konkretisieren, zu verbreiten und deren Bearbeitung zu veranlassen. In  einem  ersten  Schritt  wurden  im  Auftrag  des  BISp  zwei  wissenschaftliche  Expertisen 1   erarbeitet,  die in umfassender und systematischer Weise erstmalig das national und international fundierte, recherchierbare Wissen zum Krafttraining  mit  Heranwachsenden  zusammenfassen  und  mit  Blick  auf  den  Nachwuchsleistungssport analysieren  und  diskutieren.  Als  Grundlage  für  weitere  Forschungsarbeiten  präzisieren  sie  ebenfalls  die bestehenden Wissenslücken.

Weitere  Schritte  sind  die  Entwicklung  und  Verabschiedung  des  vorliegenden  wissenschaftlichen  Positionspapiers sowie  zukünftig  die  Erstellung  eines  differenzierten  Praxisleitfadens  unter  Berücksichtigung  allgemeiner  und sportartspezifischer  Voraussetzungen  des  Trainings  mit  Kindern  und  Jugendlichen.  Schließlich  werden  weitere Forschungs‐ und Transfermaßnahmen zu grundlagenorientierten und trainingspraktischen Fragen folgen.

Das  BISp  hat  demnach  grundlegende  Initiativen  einer  wissenschaftlichen  Annäherung  an  das  Krafttraining  im Nachwuchsleistungssport   gestartet.   Dies   geschieht   in   dem   klaren   Bewusstsein,   dass   weitere   Partner   in verschiedenen  wissenschaftlichen  Disziplinen  über  eine  originäre  Zuständigkeit  und  hohe  Fachkompetenz  zu diesem Thema verfügen und dieses auch in gemeinsamen Handlungen zum Ausdruck kommen soll. Umso gewinnbringender ist es zu bewerten, dass die wichtigsten deutschen Standesorganisationen mit Themen‐bezug  zum  Krafttraining  im  Nachwuchsleistungssport  geschlossen  hinter  den  Aussagen  des  vorliegenden wissenschaftlichen Positionspapiers stehen: Initiiert durch das BISp wurde es in Zusammenarbeit mit den Autoren
und   Autorinnen   der   wissenschaftlichen   Expertisen   sowie   weiterhin   mit   der   Deutschen   Vereinigung   für Sportwissenschaft (dvs), Sektion Trainingswissenschaft, der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP),  der  Gesellschaft  für  orthopädisch‐traumatologische  Sportmedizin  (GOTS)  und  der  Gesellschaft  für pädiatrische Sportmedizin (GPS) entwickelt.

Die thesenartigen Aussagen spiegeln das derzeit evidenzbasierte Wissen zum Krafttraining mit Heranwachsenden mit   Blickrichtung   auf   gesunde   Kinder   und   Jugendliche   und   im   Speziellen   auf   den   leistungsorientierten Nachwuchssport  wider.  Zudem  werden  die  Haupterkenntnisdefizite  benannt  und  Empfehlungen  zur  Standardisierung und Qualitätssicherung von Krafttrainingsstudien gegeben. Darüber hinausgehende Bereiche, wie z. B. die therapeutische  oder  rehabilitative  Anwendung  von  Krafttraining,  werden  hier  nicht  berücksichtigt.  Weiterhin unberücksichtigt  bleiben  nicht  wissenschaftlich  belegte  Aussagen,  insbesondere  auch  zu  Fragen  der  konkreten Trainingsgestaltung,   z. B.   aus   internationalen   Positionspapieren   oder   aus   dem   umfangreich   bestehenden
Erfahrungswissen der Sportpraxis.

Insofern soll das Positionspapier Diskussionsgrundlage, Ausgangspunkt und Wegweiser für zukünftige Forschungsarbeiten in der Sportwissenschaft sowie in der Sportmedizin und in der Kinder‐ und Jugendmedizin sein. Weiterhin werden die Aussagen zum Teil auch als Argumentationsbasis für die Sportpraxis gegen noch bestehende veraltete Meinungen zum Krafttraining mit Heranwachsenden zu verwenden sein. Um  die  aktuelle  Situation  zusammenzufassen,  können  die  Wirksamkeit  von  Krafttraining  bei  Kindern  und
Jugendlichen ebenso wie das geringe Gesundheitsrisiko eines dem Entwicklungsstand angepassten Krafttrainings mittlerweile als gegeben angesehen werden. Die Zahl der noch unbeantworteten Fragen ist jedoch ungleich größer. Dies gilt für die grundlagenorientierte Forschung ebenso wie für trainingspraktische Studien. Denn aktuell können Hilfestellungen  für  die  Praxis  ‐  wesentlich  aufgrund  des  umfassenden  Forschungsbedarfes  ‐  nur  auf  allgemeiner Ebene und nur in Einzelfällen in spezifischer Form formuliert werden. Es mangelt demnach weiterhin an

•     fundierten Erkenntnissen im biologisch‐medizinischen Grundlagen‐ und im trainingswissenschaftlichen Anwendungsbereich
•     trainingsmethodischen Handlungsempfehlungen, die möglichst zeitnah verfügbar sein sollten
•     gezielten und wirkungsvollen Transfer‐ und Evaluationsmaßnahmen in der Trainingspraxis der verschiedenen Sportarten.

Vor  dem  aktuellen  Kenntnisstand  kann  jedoch  bereits  jetzt  vertreten werden,  dass  die  gezielte  Ausbildung  oder Aufrechterhaltung  von  Kraftfähigkeiten  im  Kontext  jeglichen  sportlichen  Trainings  ‐  sinnvolle  Dosierung  und fachkundige  Anleitung  vorausgesetzt  ‐  grundsätzlich  einen  zentralen  Stellenwert  einnehmen  sollte.  Dies  scheint unabhängig von Geschlecht und Alter der Aktiven sowie unabhängig von der eigentlichen Zielsetzung des Trainings im oder außerhalb des Leistungssports förderlich zu sein. Insbesondere trifft dies auch für die sportliche Ausbildung von Heranwachsenden zu zukünftigen Spitzensportlern und ‐sportlerinnen zu. Denn unter der Prämisse des Humanen Spitzensports – der Leitidee des Wissenschaftlichen Verbundsystems im Leistungssport (WVL) – muss hier eine besondere Verantwortung gesehen werden. Ziel muss sein, zum Schutz der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen frühzeitig die Ausbildung des Maßes an Kraftressourcen zu fördern, das  notwendig ist, um die Nachwuchssportler körperlich und sporttechnisch auf die zukünftigen Trainings‐ und Wettkampfanforderungen innerhalb des langjährigen Leistungsaufbauprozesses vorzubereiten. Die Umsetzung von Forschung und Transfer setzt das enge Zusammenwirken der Partner im WVL voraus, da nur hier  die  "wissenschaftlichen  Dienstleister"  in  Forschung,  Ausbildung  und  Betreuung,  ebenso  wie  die  Trainer, Betreuer und Athleten in der Sportpraxis auf der Seite der "Abnehmer“ eingeschlossen sind.

Das  Positionspapier  wurde  auf  dem  dvs‐Symposium  der  Sektionen  Biomechanik,  Sportmotorik  und  Trainingswissenschaft vom 2. bis 4. September 2010 in Hamburg im Plenum vorgestellt.



  4  2. Entwurf 01.09.2010 

POSITIONEN ZUM KRAFTTRAINING IM NACHWUCHSLEISTUNGSSPORT

Das Positionspapier behandelt in einem ersten Teil den aktuellen Forschungsstand und offene Forschungsfragen zu theoretischen  und anwendungsbezogenen Fragen  des  Krafttrainings bei  Heranwachsenden und  dabei besonders bei Nachwuchsleistungssportlern.
Thematisiert werden hierbei, wie in der nachfolgenden Übersicht veranschaulicht,

•     die biologisch‐medizinischen Grundlagen der Muskelkraft(entwicklung),
•     die Zielstellungen und Funktionen des Krafttrainings im Nachwuchsleistungssport sowie
•     die Risiken, Einschränkungen und Empfehlungen, die beim Krafttraining mit Heranwachsenden zu beachten sind.

Für  die  Bearbeitung  zukünftiger  Schwerpunkte  werden  hieraus  in  einem  zweiten  Teil  Empfehlungen  und Qualitätsstandards für die Forschung(sförderung) zum Krafttraining im Nachwuchsleistungssport abgeleitet.
 
BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN UND ONTOGENETISCHE ENTWICKLUNG DER MUSKELKRAFT WIRKUNG DES KRAFTTRAININGS BEI NACHWUCHSLEISTUNGS-SPORTLERN

Verletzungsprophylaxe & Belastbarkeitssicherung
Trainierbarkeit & Effizienz der Sporttechnik
Sportartspezifische muskuläre Antriebsleistung des Nachwuchstrainings
Bedeutungsverschiebung im Verlauf

RISIKEN UND EINSCHRÄNKUNGEN IM KRAFTTRAINING VON HERANWACHSENDEN
Biologische Grundlagen der Muskelkraft bei Heranwachsenden
Plastizität der Kraftentwicklung bei Heranwachsenden
Spezifische Schwerpunktsetzung im Verlauf des Nachwuchstraining

BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN UND ONTOGENETISCHE ENTWICKLUNG DER MUSKELKRAFT
WIRKUNG DES KRAFTTRAININGS BEI NACHWUCHSLEISTUNGS-SPORTLERN

Verletzungsprophylaxe & Belastbarkeitssicherung
Trainierbarkeit & Effizienz der Sporttechnik
Sportartspezifische muskuläre Antriebsleistung des Nachwuchstrainings
Bedeutungsverschiebung im Verlauf


RISIKEN UND EINSCHRÄNKUNGEN IM KRAFTTRAINING VON HERANWACHSENDEN
Biologische Grundlagen der Muskelkraft bei Heranwachsenden
Plastizität der Kraftentwicklung bei Heranwachsenden
Spezifische Schwerpunktsetzung im Verlauf des Nachwuchstraining
EMPFEHLUNGEN ZUR GESTALTUNG VON KRAFTTRAINING MIT HERANWACHSENDEN
EMPFEHLUNGEN ZUR GESTALTUNG VON KRAFTTRAINING MIT HERANWACHSENDEN
 
Abbildung:    Schematische  Übersicht  zu  Themen  auf  dem  Gebiet  des  Krafttrainings  im
Nachwuchsleistungssport  Positionspapier zum Krafttraining im Nachwuchsleistungssport
 
  5  2. Entwurf 01.09.2010
TEIL I  FORSCHUNGSSTAND    UND    FORSCHUNGSFRAGEN    ZUR    THEORIE    DES KRAFTTRAININGS BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN
1    BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN DER MUSKELKRAFT UND IHRER ENTWICKLUNG IM KINDES‐ UND JUGENDALTER

Die Entwicklung der Muskelkraft bei Kindern und Jugendlichen basiert auf körperlichem Wachstum und Reifung an sich  sowie  der  möglicherweise  zusätzlichen  biologischen  Anpassung  an  Krafttraining.  Im  Zusammenspiel  dieser biologischen Einflüsse mit trainingsbedingten motorisch‐koordinativen und biomechanisch‐bewegungstechnischen Leistungsfortschritten ergibt sich eine komplex determinierte individuelle Kraftentwicklung, die bei trainierenden Kindern und Jugendlichen eine hohe Plastizität aufweist.

1.1       Entwicklung der Muskelkraft von Heranwachsenden
•     Die Beurteilung von Kraftfähigkeiten und deren Trainierbarkeit bei Kindern und Jugendlichen sollte nach Möglichkeit auf dem biologischen Reifestatus und nicht dem chronologischen Alter basieren. Dessen Bestimmung ist möglich anhand von Skelettalter, Alter nach sexuellen Geschlechtsmerkmalen, Wachstumsgeschwindigkeit, biochemischem und hormonellem Alter, Zahnalter und morphologischem Alter.
•     Das Wachstum von Kindern ist ein diskontinuierlich fortschreitender Prozess mit höchsten Wachstumsgeschwindigkeiten bei Mädchen im Mittel um das 12. und bei Jungen um das 14. Lebensjahr.
•     Entwicklungsbedingte Veränderungen der Muskelmasse bei Mädchen und Jungen sowie funktionell‐zelluläre und morphologisch‐zelluläre Anpassungen an sportliche Belastungen werden wesentlich über das endokrine System initiiert und gesteuert. Von besonderer Bedeutung sind die Geschlechtshormone, das Wachstumshormon und das IGF‐1, die Hormone der Nebennierenrinde und das Insulin, die bereits vor dem Eintritt in die Pubertät in biologisch wirksamen Konzentrationen vorhanden sind.
•     Ein Anstieg der Testosteronkonzentration lässt sich bei Mädchen und Jungen beobachten, wobei die Werte beim männlichen Geschlecht etwa um das 15fache gegenüber dem weiblichen Geschlecht erhöht bleiben.
•     Die fettfreie Körpermasse ist zwischen dem 5. und dem 10. Lebensjahr bei Jungen gegenüber Mädchen um 1‐3 kg erhöht und nimmt wachstumsbedingt beim Übergang in die Pubertät vergleichbar um etwa 10 kg zu. Die relative Muskelmasse steigt dabei ausgehend von etwa 25‐29% bei beiden Geschlechtern bei Jungen auf bis zu 35% stärker an als bei Mädchen, die einen Muskelmassenanteil von etwa 32% erreichen. Im jungen Erwachsenenalter bleibt die fettfreie Körpermasse von Männern gegenüber Frauen infolge einer längeren vorpubertären Wachstumsphase und einer stärkeren und deutlich längeren Muskelmassenzunahme während der Pubertät erhöht.
•     Zur Entwicklung der Muskelfasertyp‐Verteilung im Entwicklungsverlauf in unterschiedlichen Muskelgruppen sowie zu den Muskelfaserdicken von Kindern und jüngeren Jugendlichen besteht eingehender Forschungsbedarf.
•     Präpubertäre Kinder verfügen über ein geringeres neuromuskuläres Aktivierungspotenzial und eine verminderte maximale Rekrutierungsfähigkeit für Typ‐II‐Fasern als Pubertierende und Erwachsene. Zu Details der neuro‐motorischen und muskulären Entwicklung besteht erheblicher Forschungsbedarf, auch unter Nutzung bildgebender Verfahren.
•     Die Studienlage zur Entwicklung von Kraftfähigkeiten ohne Einwirkung spezifischer Trainingsreize bei Kindern und Jugendlichen ist uneinheitlich. Hier besteht dringender Forschungsbedarf besonders auch an Längsschnittstudien.

1.2       Biologische Adaptationen infolge von Krafttrainingsreizen

•     Krafttraining kann bereits bei Kindern vor der Pubertät zu Kraftzuwächsen führen, die über der durch den normalen Reifungsprozess zu erwartenden Kraftzunahme liegen. Positionspapier zum Krafttraining im Nachwuchsleistungssport
 
2. Entwurf 01.09.2010
•     Die Krafttrainierbarkeit, ausgedrückt als relativer Kraftzuwachs bezogen auf die Körpermasse, ist bei Kindern vor der Pubertät ebenso oder eventuell sogar höher als bei Jugendlichen in der Pubertät ausgeprägt.
•     Bei bisher untrainierten Kindern und Jugendlichen können durch Krafttraining relative Kraftzuwächse von etwa 30% erreicht werden.
•     Muskuläre Hypertrophieeffekte durch Krafttraining sind bei Jugendlichen während und nach der Pubertät gesichert.
•     Neueste metaanalytische Auswertungen und Untersuchungen mit modernen bildgebenden Verfahren zeigen auch bei Kindern vor der Pubertät muskuläre Hypertrophieeffekte durch Krafttraining.
•     Krafttrainingsbedingt erreichen Jungen mit bis zu ca. 43% eine höhere relative Muskelmasse als Mädchen, bei denen der maximale relative Muskelmassenanteil bei etwa 38% im (hoch)trainierten Zustand liegt.
•     Durch Krafttraining kommt es bei Kindern und Jugendlichen in allen Altersstufen zu einer verbesserten Rekrutierung, Frequenzierung und Synchronisation von motorischen Einheiten und somit zu einer verbesserten intramuskulären Koordination.
•     Eine Erklärung möglicher Krafttrainingseffekte auf der Ebene von zellulären, histochemischen, enzymatischen und insbesondere molekularbiologischen Adaptationsprozessen ist mangels aussagekräftiger Studien bei Kindern und Jugendlichen nicht möglich.
 
2    ZIELSTELLUNGEN UND FUNKTIONEN DES KRAFTTRAININGS IM NACHWUCHSLEISTUNGSSPORT
Zielstellungen  und  Funktionen  des  Krafttrainings  im  Nachwuchsleistungssport  beinhalten  die  Belastbarkeitssicherung und Verletzungsprophylaxe, die Trainierbarkeit und Effizienz der Sporttechnik sowie die Sportmotorische Leistung.

2.1       Krafttraining als Primärprävention, Verletzungsprophylaxe und Belastbarkeitssicherung


•     Krafttraining kann einen primärpräventiven Charakter bzgl. akuter und chronischer Schädigungen des Bewegungsapparates und typischer bewegungsmangelbedingter systemischer Erkrankungen haben.
•     Vereinzelte Untersuchungen weisen darauf hin, dass sich ein Krafttraining positiv auf das kardiovaskuläre System von Kindern und Jugendlichen auswirkt. In diesem Zusammenhang konnte eine Normalisierung früh‐arteriosklerotischer Veränderungen und eine blutdrucksenkende Wirkung gefunden werden.
•     Sportverletzungen betreffen neben dem Band‐ und Sehnenapparat auch die Muskulatur und die Knochen, deren Größe, Dichte und mechanische Eigenschaften durch Krafttraining verbessert werden können. Daher liegt es nahe, durch eine Erhöhung der Größe, Dichte oder durch eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften dieser Strukturen Verletzungen vorbeugen zu können.
•     Bislang durchgeführte Studien, welche ein prä‐saisonales Konditionstraining bzw. ein modifiziertes Aufwärmprogramm mit Krafttrainingsanteilen durchführten, konnten die Verletzungsrate in der jeweiligen Primärsportart deutlich senken. Insbesondere konnten verletzungspräventive Effekte für Ballsportarten nach sensomotorischem Training mit plyometrischen Übungsinhalten in Zusammenhang mit verbesserter statischer und dynamischer Gleichgewichtsfähigkeit sowie posturaler Kontrolle nachgewiesen werden.
•     Der Mineralgehalt der Knochen steht in einer antiproportionalen Beziehung zum Frakturrisiko. Ein Krafttraining im Nachwuchssport ist in der Lage, die Knochenmineralisation im Sinne der Verletzungs‐ und Osteoporoseprophylaxe positiv zu beeinflussen.
•     Positive Veränderungen der Körperzusammensetzung wirken den mit Übergewicht assoziierten Folgeerkrankungen im Sinne einer Primärprophylaxe entgegen. In diesem Zusammenhang konnte gezeigt werden, dass ein Krafttraining mit Kindern und Jugendlichen eine Zunahme der fettfreien Körpermasse und eine Abnahme des Körperfettanteils bewirkt. Positionspapier zum Krafttraining im Nachwuchsleistungssport

2. Entwurf 01.09.2010
•     Krafttrainingsinterventionen können effektiv zur Ansteuerung präventiver somatischer Zielstellungen, wie z. B. Rumpfstabilisierung und Haltungsschulung sowie zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden.

2.2       Krafttraining zur Verbesserung von Kraft und Sportmotorischer Leistung
•     Metaanalytische Berechnungen zu möglichen Auswirkungen von Krafttrainingsbelastungen auf verschiedene Kraftparameter haben mit Werten um 1 hohe Effektstärken ergeben. Dies belegt sehr deutlich die Effektivität von Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen.
•     Eine überdauernde Stabilität gewonnener Kraftzuwächse bei Trainingsunterbrechung ist nicht gegeben. Nach Beendigung des Krafttrainings erfolgt eine Reduktion trainingsbedingter Kraftgewinne auf das Niveau von Kontrollgruppen. Unterschiede zwischen präpubertären und pubertären Heranwachsenden sind nicht  ausgeschlossen.
•     Befunde hinsichtlich der Verbesserung bestimmter sportmotorischer Leistungen durch Krafttraining sind nicht eindeutig. Steigerungen bestimmter sportmotorischer Leistungen sind möglich und negative Effekte auf die Leistungsfähigkeit durch Krafttraining sind bei Beachtung der individuellen Belastungsgrenzen nicht belegt. Weitere Studien hierzu, insbesondere unter Berücksichtigung der jeweiligen funktionellen Zusammenhänge sowie der allgemeinen und ggf. sportartspezifischen Systematik des langfristigen Leistungsaufbaus im Nachwuchsleistungssport, sind erforderlich.
•     Im Rahmen eines funktionell orientierten, sportartspezifischen Trainings konnte die Wirksamkeit von sensomotorischem Training mit plyometrischen Übungsinhalten im Bereich der unteren Extremität zur Verbesserung der Laufökonomie, der Schnellkraftfähigkeit sowie der Muskelaktivität von Hüftadduktoren und ‐abduktoren mit moderater Evidenz nachgewiesen werden. Für andere sportpraxisrelevante
Zielgrößen, wie Sprung‐, Wurf‐ oder Sprintleistung zeigte sich dagegen eine verminderte Wirksamkeit plyometrischen Trainings im Vergleich zu anderen Trainingsmethoden.
•     Die Beurteilung von Krafttrainingseffekten muss unter Berücksichtigung von dimensionsanalytischen Betrachtungen und allometrischen Gesetzmäßigkeiten erfolgen.

2.3  Krafttraining zur Verbesserung von Trainierbarkeit und Effizienz der Sporttechnik
•     Krafttraining ist aus Sicht der Leistungssportpraxis in verschiedenen Sportarten (z. B. Gewichtheben, Judo/Ringen oder Gerätturnen, aber auch Rudern, Schwimmen oder Eisschnelllauf) als Grundbedingung unverzichtbar, um die muskulären Voraussetzungen für eine altersgerechte und leistungssportlich hochwertige Technikausführung herzustellen und dauerhaft zu sichern ("Eintrittskartenfunktion").
•     Krafttraining erhöht in verschiedenen Sportarten (z. B. im leichtathletischen Dauerlauf, Skilanglauf und Radsport, aber auch in den technisch‐akrobatischen Sportarten und Sportspielen) nicht nur die Ausführungsqualität, sondern auch die Ökonomie und den Wirkungsgrad der Technik ("Optimierungsfunktion").

3    GESTALTUNG DES KRAFTTRAININGS IM NACHWUCHSLEISTUNGSSPORT

Ein junger Mensch weist einige Besonderheiten im Bereich des aktiven und passiven Bewegungsapparates auf, die ihn  für  Überlastungen  und  Verletzungen  bei  sportlicher  Belastung  prädisponieren.  Daher  muss  die  Trainingsgestaltung  auf  diese  besonderen  Merkmale  individuell  abgestimmt  sein.  Die  vorhandene  Literatur  gibt  hierzu bislang  vornehmlich  allgemein  grundlegende  Hinweise.  Es  fehlen  sportartspezifische  Studien,  um  konkrete Praxisempfehlungen ableiten zu können.

3.1  Risiken und Einschränkungen beim Krafttraining mit Heranwachsenden

•     Bei adäquater Übungsauswahl und qualifizierter Betreuung ist ein Krafttraining im Kindes‐ und Jugendalter als sicher in Bezug auf Überlastungsschäden einzustufen.  Positionspapier zum Krafttraining im Nachwuchsleistungssport
 

2. Entwurf 01.09.2010
•     Die größte Risikoquelle beim Krafttraining mit Heranwachsenden besteht in Bezug auf Unfälle mit Trainingsgeräten (z. B. Fingerverletzungen durch herabfallende Gewichte).
•     Das Risiko einer Epiphysenfugenschädigung durch Krafttraining ist im Vergleich zu anderen Sportarten als niedrig einzustufen.
•     Eine negative Beeinflussung des Körperwachstums oder der Skelettreife ist bei Beachtung einer ausgewogenen Energie‐ und Nährstoffbilanz nicht zu befürchten.
•     Eine stetige Überwachung der Körperhöhe in Zeiträumen von 2 bis 3 Monaten kann helfen, Zeiten mit großen Längenzuwächsen zu identifizieren. Liegen große Wachstumssprünge vor, sollten Trainingsintensitäten und Umfänge reduziert werden.
•     In Verbindung mit negativen Umfeldeinflüssen, wie beispielsweise falscher Trainingsgestaltung, übertriebenem Konkurrenzdruck oder übersteigerter Erwartungshaltung von Eltern oder Betreuenden, kann sich das Risiko des Missbrauchs von verbotenen Substanzen oder Methoden erhöhen. Das Doping mit Anabolika, Wachstumshormonen und anderen kraftsteigernden Substanzen ist als besonders
gesundheitsgefährdend einzustufen, Vorsicht ist aber auch bei Nahrungsergänzungsmitteln geboten (http://www.doping‐prevention.de/).
•     Zur gezielten Dopingprävention bietet sich eine Zusammenarbeit mit den Anti‐Doping‐Beauftragten der Verbände und ggf. mit der Nationalen Anti Doping Agentur (http://www.nada‐bonn.de) an.

3.2       Vermeidung von Verletzungen und Unfällen beim Krafttraining
•     Alle Trainingsgeräte müssen in gutem und sicherem Zustand sowie auf die Größe der Kinder einstellbar sein. Regelmäßige Wartungen und Funktionsüberprüfungen sind obligatorisch.
•     Eine medizinische Untersuchung durch einen Facharzt für Kinder‐ und Jugendmedizin (mit Zusatz Sportmedizin) / Sportmediziner sollte ‐ wie grundsätzlich bei Aufnahme eines sportlichen Trainings zu empfehlen ‐ vor der ersten Trainingsaufnahme erfolgen. Zudem sollten jährlich Wiederholungsuntersuchungen durchgeführt werden.
•     Der Bewegungsablauf jeder Übung sollte zu Beginn ohne Zusatzlast oder externen Widerstand erlernt werden, bis eine einwandfreie Durchführung gegeben ist. 
•     Schnelle, explosive und ballistische Bewegungen oberhalb der Wettkampfanforderungen sowie maximale Lasten erhöhen das Verletzungsrisiko und sind möglicherweise bis zur vollständigen körperlichen und skelettären Reifung als ungeeignet einzustufen.
•     Zu jedem Training sollte eine Vor‐ und Nachbereitung stattfinden. Dies beinhaltet ein Aufwärmen vor dem Training sowie eine Cool‐Down‐Phase nach dem Training.
•     Die Belastungsintensität sollte während der Phase des maximalen Wachstumsschubes vermindert werden, da die Epiphysenfugen in dieser Phase ihre geringste mechanische Belastbarkeit aufweisen.
•     Die Trainingsperiodisierung sollte angemessene Regenerationszeiten vorsehen.
•     Die Übungsleiterinnen und Übungsleiter beziehungsweise Trainerinnen und Trainer sollten im Krafttraining mit Kindern und Jugendlichen über eine entsprechende Ausbildung verfügen und regelmäßige Weiterbildungen absolvieren.

3.3       Trainingsmittel und Trainingsmethoden
•     Aufgrund forschungsmethodischer Unterschiede beziehungsweise Unterschiede in der Dokumentation des methodischen Vorgehens und aufgrund einer Heterogenität von verwendeten Begrifflichkeiten zu Sichtweisen der motorischen Eigenschaft Kraft und der Krafttrainingsmethodik ist eine Vergleichbarkeit von Studienergebnissen nur bedingt gegeben.
•     In Bezug auf die behandelten Zielstellungen des Krafttrainings bei Nachwuchsleistungssportlern ist weithin unklar, welche Formen des Krafttrainings (ausgewählte Ergänzungssportarten, allgemeine Körperübungen, allgemeines Hantel‐/ Geräte‐ und Maschinentraining, sportartspezifisches apparatives Training) auf welchen Trainingsstufen des Langfristigen Leistungsaufbaus am sinnvollsten und wirkungsvollsten oder zumindest ökonomisch vertretbar und hinreichend wirksam sind.  Positionspapier zum Krafttraining im Nachwuchsleistungssport
 
  9  2. Entwurf 01.09.2010

•     Aus Gründen unterschiedlicher sportartspezifischer Wettkampfanforderungen und der davon beeinflussten Übungskataloge und eingesetzten Trainingsmittel (Körperübungen, Partnerübungen, Hantelübungen, Apparative Übungen usw.), aber auch aufgrund der notwendigen Individualität bei der Gestaltung der konkreten Übungsausführung und Belastungsnormative (z. B. erleichterte vs. erschwerte Ausführungsbedingungen bzw. Serien‐ und Wiederholungszahlen, Pausendauer, Zusatzgewichte und Ausführungsgeschwindigkeit), erscheint die Angabe konkreter Wirksamkeitsbedingungen nicht vertretbar.  Generell erscheint beim Krafttraining mit Heranwachsenden eine Vorgehensweise, die bei den niedrig‐ bis mittelintensiven Methoden zur Verbesserung der Kraftausdauer (4‐6 Sätze mit wenigstens 15, eher 20‐25 Wiederholungen) ihren Ausgangspunkt nimmt, zunächst hinreichend wirksam. Erst bei nachlassender Übungseffektivität sollte eine zunehmende Intensivierung der Belastungsanforderungen vorgenommen werden.
•     Die ausreichende Wirksamkeit schulsportlichen Trainings ‐ eine zielgerichtete Ausrichtung vorausgesetzt ‐ ist sowohl für die Maximalkraft, als auch für die Schnellkraft und die Kraftausdauer mittlerweile gut belegt
•     Für ein Erhaltungstraining liegt die notwendige Trainingsfrequenz bei 1‐2 Trainingseinheiten pro Woche. Über die hierfür erforderliche Trainingsintensität liegen keine einheitlichen Befunde vor.  

Positionspapier zum Krafttraining im Nachwuchsleistungssport
 
TEIL II      QUALITÄTSSTANDARDS  ZUR  KRAFTTRAININGSFORSCHUNG  BEI  KINDERN UND JUGENDLICHEN

Zukünftige Studien zum Thema Krafttraining im Nachwuchsleistungssport sollten ‐ zumindest im Bereich der Grundlagenforschung ‐ die allgemeinen Richtlinien für die Durchführung klinischer Studien (GCP) und die Erstellung von Forschungsberichten (CONSORT) berücksichtigen. Die im Folgenden genannten Kriterien geben einen Überblick über krafttrainingsspezifische Besonderheiten und Kriterien die in themenrelevanten Studien bisher häufig unberücksichtigt blieben. Diese sollen als allgemeine Orientierungshilfe bei der Studienplanung dienen und werden daher an dieser Stelle nicht differenzierter benannt.

EMPFEHLUNGEN ZUR QUALITÄTSSICHERUNG VON KRAFTTRAININGSSTUDIEN
In zukünftigen Studien zum Thema Krafttraining im Nachwuchsleistungssport sollten die im Folgenden genannten weiterführenden Empfehlungen berücksichtigt werden:
 
1.   konsequente Beachtung von Kriterien zur Stichprobengewinnung (Randomisierung, Parallelisierung),
2.   genaue Beschreibung des Trainingsreizes (Input‐Definition, mod. n. Toigo & Boutellier, 2006):
Belastungsintensität,
Wiederholungszahl,
Anzahl der Sätze,
Pause zwischen den Sätzen,
Anzahl der Trainingseinheiten pro Zeiteinheit (Tag/ Woche),
Interventionsdauer (Wochen),
Zeitliche und inhaltliche (Kontraktionsform) Gliederung einer Wiederholung,
Pause zwischen den Wiederholungen,
Spannungsdauer (Sekunden/ Minuten),
Muskelerschöpfung,
Bewegungsumfang,
Erholungszeit zwischen den Trainingseinheiten (Stunden/ Tage),
Anatomische Definition der Übungen (Übungsform).
Weitere Parameter
Organisationsform (Stationsbetrieb/ Circuittraining),
Gesamtdauer einer Trainingseinheit,
Anzahl der durchgeführten Übungen,
3.   genaue Beschreibung der zu erhebenden Parameter (Output‐Definition) unter besonderer Berücksichtigung der Präzision und Validität der verwendeten Messverfahren,
4.   genaue Beschreibung des Probandenkollektivs (u. a. Alter, Geschlecht, Reifestatus, Trainingserfahrung, mögliche Vorerkrankungen),
5.   körpermassennormierte Beschreibung der relevanten Kenngrößen auf der Grundlage allometrischer Verfahren,
6.   Verteilung der Geschlechter in den Stichproben,
7.   präzise Erfassung des Reifestatus,
8.   Berücksichtigung des Fehlers 1. und 2. Art mit Justierung der Stichprobengröße,
9.   Verringerung des Einflusses von Lerneffekten bezüglich der Bewegungskoordination durch ein vorgeschaltetes Techniktraining,
10.  Justierung der Studiendauer an die Anpassungskinetik der zu untersuchenden Zielparameter

11.  Erfassung der Nahrungsaufnahme,
12.  Erfassung weiterer sportlicher Aktivitäten,
13.  Berücksichtigung motivationaler Aspekte der Kraftentwicklung,
14.  Regelmäßige Evaluationen, um langfristige Trainingserfolge zu dokumentieren


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Letztes Update: 15-10-2010 11:03

Veröffentlicht in : Kraftsport/Fitness, Kraftsport - Fitnesstraining aus wissenschaftlicher Sicht
Schlüsselworte : krafttraining nachwuchs, fitness kinder, wann kinderkrafttraining, Entwicklung der Muskelkraft, Wachstum von Kindern, Veränderungen der Muskelmasse, jugendliche muskelaufbau, training kraft kinder, jugendliche krafttraining

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